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Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien (ZIRS, vormals OWZ) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Das "Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien - Vorderer Orient, Afrika, Asien" (ZIRS, ehemals "Orientwissenschaftliches Zentrum") bildet eine Dachorganisation für diejenigen Institutionen und Personen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die sich forschend im Bereich der "Regionalstudien" bzw. "Area Studies" aus unterschiedlichen Fachrichtungen mit den erwähnten außereuropäischen Regionen beschäftigen. Mitglieds-Institutionen des ZIRS sind die Seminare des Orientalischen Instituts (Arabistik und Islamwissenschaft, Judaistik, Christlicher Orient, Indogermanistik, Südasienwissenschaften), die Seminare für Ethnologie, Indologie, Japanologie und Orientalische Archäologie sowie die Fachgruppe Wirtschaftsgeographie. Angegliedert sind weitere Einrichtungen: das Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, das Institut für Musik, Abteilung Musikwissenschaft/ Musikethnologie, die Theologische Fakultät/ Konfessionskunde der Orthodoxen Kirchen, Dr. Johannes-Lepsius-Archiv, MESROP Arbeitsstelle für Armenische Studien.
Eine Hauptaufgabe des ZIRS besteht darin, die verschiedenen regionalen Expertisen mit Fremdkompetenz in Halle mit ihren unterschiedlichen disziplinären Anbindungen wie etwa an die Geschichts-, Altertums-, Sprach-, Sozial-, Politik-, Geo-, und Kulturwissenschaften zu bündeln und in den akademischen Austausch miteinander zu bringen. Dabei gilt es auf der Basis fundierter Regionalexpertisen auch, transregionale Thematiken und Fragestellungen zu identifizieren, zu entwickeln und gemeinsam zu bearbeiten. Des Weiteren ist es ein wichtiges Anliegen des Zentrums, durch seine Arbeit nicht nur Synergieeffekte unter den einzelnen Regionalstudien zu erreichen, sondern verstärkt auch Rückkoppelungseffekte zwischen den erwähnten Regionalstudien und den unterschiedlichen systematischen Disziplinen zu stärken und diese interdisziplinär nutzbar zu machen. Ziel ist es so, gemeinsame regionalbezogene und transregionale Forschungsaktivitäten unter übergreifenden thematischen, theoretischen und methodischen Fragestellungen zu initiieren und zu fördern.
Neben den sich konkret in der Forschung niederschlagenden Aufgaben und Impulsen organisiert das ZIRS regelmäßig Vorträge, Gastvorlesungen und Symposien von WissenschaftlerInnen aus dem In- und Ausland. Mit den "Orientwissenschaftlichen Heften" besteht eine seit Jahren erfolgreich operierende Publikationsreihe mit nunmehr gut zwei Dutzend Veröffentlichungen. Auch in der außeruniversitären Öffentlichkeits- und Informationsarbeit nimmt das Zentrum seinen Bildungs- und Informationsauftrag aktiv wahr. Das Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien erfüllt damit eine wichtige Mittlerfunktion zwischen Universität und außeruniversitärer Öffentlichkeit in Halle und darüber hinaus.
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